Lysozym im Speziellen

Die Geschichte des Lysozym

Die antibakterielle Eigenschaft von Hühnereiklar, die auf Lysozym zurückzuführen ist, wurde erstmals 1909 von Laschtschenko beschrieben. Der Begriff „Lysozym“ kam allerdings erst 1922 von Alexander Fleming (1881–1955), der damit dem Enzym einen Namen gab. Er beobachtete die antibakterielle Wirkung von Lysozym im Nasensekret auf das Bakterium Micrococcus lysodeikticus.

Die zufällige Entdeckung des Lysozyms durch Fleming

Wie viele großartige Entdeckungen begann die Entdeckung des Lysozyms mit einem Zufall und der scharfsinnigen Beobachtung Alexander Flemings. 1922 ging er wie immer seiner Arbeit als Arzt und Forscher im Saint Marys Hospital in London nach, als zwei Zufälle zusammentrafen.
Er hatte starken Schnupfen und außerdem vergessen, einen Bakteriennährboden in einer Petrischale zu entsorgen. In der Petrischale hatte sich eine gelbe Bakterienkolonie gebildet. Etwas Nasensekret fiel auf die Bakterienkolonie. Einige Zeit später beobachtete er, dass sich die Bakterien an der Stelle aufgelöst hatten, auf die das Nasensekret getropft war.
Die erste antibakteriell wirkende Substanz war gefunden. Es ist ein Enzym, das die Zellwände von Bakterien spalten kann. Man nannte es Lysozym, (von lysis = auflösen und zym, weil es ein Enzym ist). Lysozym wurde nicht nur im Nasensekret, sondern auch in der Tränenflüssigkeit nachgewiesen. Außerdem kommt es in Milch, Blut, Leukozyten, Sperma, Muttermilch und in besonders hoher Konzentration im Hühnereiweiß vor.

Fleming begann mit genauerer Untersuchung der Tränenflüssigkeit, die ihm Freiwillige spendeten, nachdem sie mit einigen Spritzern Zitronensäure zur Abgabe von Tränenflüssigkeit angeregt wurden. Das wiederum brachte ihm eine Karikatur in der Hospitalzeitung ein. Sie zeigte, wie Kinder für ein paar Pfennige in Flemings Labor kommen, wo ein Wärter ihnen Schläge verpasst und ein anderer die Tränen sammelt.

Hautschutz

Die physikalische Barriere der gesunden Haut besteht aus dem Stratum corneum und in der Mukosa aus der Schleimschicht. Abschuppung und Schleimabsonderung führen zur ständigen Erneuerung der Oberflächen und damit gleichzeitig zu einer kontinuierlichen Entfernung von Mikroorganismen, die an den Oberflächen sitzen und eindringen wollen. Zusätzlich erschwert und verhindert eine ausgeprägte Lipidbarriere in der Haut normalerweise das Eindringen von Mikroorganismen in die lebende Epidermis.
Die Ausbildung einer intakten physikalischen Barriere ist aber nicht ausreichend für eine erfolgreiche Infektionsabwehr der gesunden Haut und Schleimhaut. Es müssen noch weitere Faktoren hinzukommen. Dazu zählen körpereigene Antibiotika, die antimikrobiellen Peptide, wie z.B. das Lysozym.
Wir weisen darauf hin, dass nicht alle Aussagen von der Schulmedizin akzeptiert sind, da es an placebo-kontrollierten klinischen Studien fehlt.